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Encyclopaedia GalacticaDie Encyclopaedia Galactica (EG) ist eine fiktive, zukünftige Enzyklopädie, die das gesamte Wissen unseres Weltalls in sich vereint. Sie wurde von einer Galaxie-umspannenden Gesellschaft mit Trilliarden Lebewesen angesammelt und berichtet über Tausende von Jahren Geschichte.
Sie wird vor allem in zwei Werken benannt, teilweise wird sogar aus ihr zitiert:
- Im Imperiums/Foundation-Zyklus von Isaac Asimov ab 1942.
:Die Enzyklopädie hat dort eine wichtige Rolle inne, denn in ihr soll das gesamte Wissen der menschlichen Zivilisation gesammelt und bewahrt werden. Die Enzyklopädisten bestimmten darin das Schicksal der Menschheit und herrschten über viele Welten.
:Asimov führte die Encyclopedia Galactica mit folgenden Worten ein:
:"ENCYCLOPEDIA GALACTICA -
:: - All quotations from the Encyclopedia Galactica here reproduced are taken from the 116th Edition published in 1020 F.E. by the Encyclopedia Galactica Publishing Co., Terminus, with permission of the publishers.", eine Anspielung auf gegenwärtige Zitate aus der Encyclopædia Britannica.
- In Per Anhalter durch die Galaxis von Douglas Adams.
:Die genaue Beziehung zu Asimovs Encyclopaedia ist nicht bekannt, jedoch kann man davon ausgehen, dass es eine bewusste Anspielung auf Asimov war.
:In Adams Roman kritisierte der Reiseführer „Per Anhalter durch die Galaxis“ die Encyclopaedia Galactica als veraltet, langatmig und zu teuer.
:The Hitchhiker's Guide to the Galaxy vergleicht sich mit EG folgendermaßen:
::In vielen der etwas lässigeren Zivilisationen am äußersten Ostrand der Galaxis hat der Reiseführer Per Anhalter durch Galaxis die große Encyclopaedia Galactica als Standard-Nachschlagewerk für alle Kenntnisse und Weisheiten inzwischen längst abgelöst. Denn obwohl er viele Lücken hat und viele Dinge enthält, die sehr zweifelhaft oder zumindest wahnsinnig ungenau sind, ist er dem älteren und viel langatmigeren Werk in zweierlei Hinsicht überlegen.
::Erstens ist er ein bisschen billiger und zweitens stehen auf seinem Umschlag in großen, freundlichen Buchstaben die Worte KEINE PANIK.
Vermutlich lehnen sich sowohl Asimov, als auch Adams an das reale Vorbild der Encyclopædia Britannica an.
Referenzen
#H2G2 - [http://www.bbc.co.uk/h2g2/guide/ BBC - h2g2 - The Hitchhiker's Guide to the Galaxy Earth Edition]
#[http://slate.msn.com/id/2117942/ Galaxy Quest - Wikipedia is a real-life Hitchhiker's Guide: huge, nerdy, and imprecise. By Paul Boutin] Artikel im Slate Magazine vom Dienstag, 3. Mai 2005. Paul Boutin vergleicht Wikipedia mit der Encyclopedia Galactica von Douglas Adams' The Hitchhiker's Guide to the Galaxy.
#[http://www.orionsarm.com/eg/index.html Encyclopaedia Galactica] engl.
Encyclopaedia Galactica
Kategorie:Lexikon, Enzyklopädie
Kategorie:SF-Literatur
FiktionFiktion kommt aus dem lateinischen von fictio, was so viel heißt wie „Erdichtung“.
Es ist eine Darstellung, etwas Erfundenes ohne Bezug zur Wirklichkeit, ein Sachverhalt wie er sein könnte oder wie etwas geschehen könnte. Es ist weder falsch noch wahr, sondern eine eventuelle Möglichkeit, eine Idee die in die Zukunft geht. Eine Annahme, etwas Erdachtes oder Erfundenes, meist in Bezug auf Literaturerzählungen. Besonders folgende Formulierung Kants, "gedichtete und zugleich dabei für möglich angenommene Gegenstände" (Kritik der reinen Vernunft) beschreibt sehr gut den Begriff „Fiktion“. Es ist also keine Wirklichkeit, es ist das Gegenteil vom Tatsachenbericht.
Im Recht kennt man Fiktion als eine Art der Unterstellung, bei der ein nicht gegebener Tatbestand als real angenommen wird.
Der Begriff kommt beispielsweise in der Film- und Literatur-Genre-Bezeichnung "Science-Fiction" oder "Zukunftsliteratur" vor.
Das zugehörige Eigenschaftswort fiktiv (nicht zu verwechseln mit fingiert) ist recht gebräuchlich, so etwa in
- Fiktive Briefe (Franz Kafka)
- Fiktive Welt
- Fiktive Person
und im rechtlichen Sinne:
- Fiktive Kosten (Wirtschaftswissenschaft)
- Fiktive Veräußerung; Fiktive Vermögensübertragung (Rechtswissenschaft).
Der Begriff Fiktion (Fiktionalität) wird als Gegenbegriff zu Faktionalität verwendet.
In der Literaturtheorie wird zwischen fiktional und fiktiv unterschieden. Literarische Texte sind fiktional, sie scheinen reale Gegebenheiten der außersprachlichen Realität wiederzugeben; ihr Scheincharakter wird jedoch mehr oder minder klar erkannt: der Text 'tut als ob'. Fiktive Texte lassen sich weiter klassifizieren: fiktiv-deskriptiv sind Aussagen mit Wahrheitsanspruch und falsifiziertem Realitätsgehalt ("Falschaussagen"), fiktiv-projektiv sind Aussagen, die zwar nicht aktuell falsifizierbar, jedoch auf wissenschaftlich-systematische Realität zu beziehen sind ("Wir könnten ein Auto mit drei Rädern entwicklen").
Siehe auch:
- Herausgeberfiktion
- Wahrheit
- Lüge
- Realität
Literatur
- Käte Hamburger: Die Logik der Dichtung, Klett-Cotta, Stuttgart 1994, ISBN 3-608-91681-4
- Giorgio Manganelli: Lügenbuch, Wagenbach, Berlin 2000, ISBN 3-8031-2374-7
- Kurt Röttgers (Hrsg.): Dichter lügen, Verlag Die Blaue Eule, Essen 2001, ISBN 3-89206-062-2
Kategorie:Fiktion
Kategorie:Täuschung
Wissen
Wissen (ahd. wischan, gesehen haben) bezeichnet die Gesamtheit aller organisierten Informationen und ihrer wechselseitigen Zusammenhänge, auf deren Grundlage ein vernunftbegabtes System handeln kann.
Das Wissen erlaubt es einem solchen System - vor seinem Wissenshorizont und mit der Zielstellung der Selbsterhaltung - sinnvoll und bewusst auf Reize zu reagieren. Die Epistemologie, die den griechischen Wortstamm für Wissen (episteme) im Namen trägt, ist die Lehre von der Erkenntnis. Erkenntnis folgt erst dann aus Wissen, wenn erkannt wird, welche Relevanz die Einzelinformationen für die Lösung eines gegebenen Problems besitzen. Wissen kann man demnach also als potentielle Nutzinformation definieren.
Das Wissen erfordert eine aussagekräftige Erklärung bzw. Begründung. Grundlegendes Kriterium ist das der Überprüfbarkeit bzw. Nachvollziehbarkeit. Als weiterer Maßstab gilt die Übereinstimmung des Wissens mit der wahrnehmbaren Realität.
Anmerkung:
Für den Begriff des Wissens findet sich im wissenschaftlichen Diskurs keine präzise und übergreifende anerkannte Definition, sondern zahlreiche, häufig ähnlich klingende Definitionen, die jeweils abhängig vom Standpunkt des Definierenden formuliert wird (sh. unten).
Als eine Art kleinster gemeinsamer Nenner lassen sich drei Aussagen formulieren:
- Dem Wissen liegen Informationen zugrunde.
- Diese Informationen müssen derart aufeinander bezogen sein, dass sie in sich stimmig sind. (Kohärenz)
- Neben der inneren Übereinstimmung muss sich Wissen in Übereinstimmung mit den wahrnehmbaren Bedingungen einer Umwelt befinden.
Eine insbesondere in der analytischen Philosophie geläufige Definition ist:
Wissen ist gerechtfertigter wahrer Glaube (auch: gerechtfertigte wahre Annahme, Meinung)
Wissen steht seit der griechischen Philosophie im Gegensatz zur Meinung. Demnach impliziert Wissen Wahrheit und kann durch keine Argumentation widerlegt werden, während eine Meinung zwar wahr sein kann, aber diskutabel ist.
Reale und imaginäre Objekte, Systeme und Prozesse können gegeneinander abgegrenzt und daher beschrieben und definiert werden. Wissen hingegen ist ein selbstbezüglicher Begriff für eine Gesamtheit und nicht überschaubar. Die Selbstbezüglichkeit zeigt sich in der Tatsache, dass eine Definition des Begriffs Wissen das Wissen selber verändert, weil die Definition ebenfalls Bestandteil des Wissens ist.
Es kann daher nur eine Beschreibung der Wirkung von Wissen erfolgen.
Während es auf den ersten Blick klar zu sein scheint, was Wissen bedeutet, ist es sehr schwer, eine allgemein gültige Definition dafür anzugeben. Für jede bekannte Definition gibt es Fälle, in denen sie offensichtlich nicht das wiedergibt, was wir unter Wissen verstehen. Dieses Problem nennt man das Gettier-Problem. Edmund Gettier zeigte dabei an Beispielen, dass die Annahme, Wissen sei gerechtfertigter wahrer Glaube, zu einem Paradoxon führt.
Allein ein Blick auf die Wissenschaftsgeschichte sollte uns aber für die Aussage empfänglich machen, dass wir immer nur "glauben zu wissen". Zu oft wurden ganze Gebäude des Wissens zum Einsturz gebracht, wenn sich eine neue Hypothese als tragfähiger erwies - bis dass auch dieses vermeintlich gesicherte Wissen durch neue Erkenntnisse in Zweifel gezogen wurde. Und so wird der Zweifel zur wahren Triebfeder neuen Wissens.
Systematisch-zusammenfassender Ansatz zur Definition
Wissen ist eine vorläufig wahre Zustandsgröße und ein selbstbezüglicher Prozess. Seine Definition verändert es bereits, da diese selbst zum Bestandteil des Wissens wird. Voraussetzung für Wissen ist ein wacher und selbstreflektierender Bewusstseinszustand, der dualistisch angelegt ist. Nur dadurch ist es erst möglich aus der unmittelbaren Erfahrung Objekte von ihrer Umwelt getrennt zu betrachten und diese gegeneinander abzugrenzen. Diese Objektbeziehungen sind Informationen. Information ist ein Datenbestandteil, welcher beim Beobachter durch die beobachterabhängige Relevanz einen Unterschied hervorrief. Daten sind etwas, was wahrgenommen werden kann, aber nicht muss.
Formen des Wissens
Deklaratives Wissen
Bezeichnet in der Kognitionspsychologie das Wissen über Fakten ("Wissen was"), in Abgrenzung von handlungsorientiertem ("Wissen wie, prozedurales Wissen). Folgende Formen des deklarativen Wissens können unterschieden werden:
- Wissen über Fakten: Zu den Fakten gehören numerische Fakten wie "das Planck'sche Wirkungsquantum ist h = 6,6261 · 10-34 Js " oder Propositionen wie "Der Wolf ist ein Raubtier".
- Wissen über Konzepte und Konzepteigenschaften: Konzepte werden durch ihren Konzeptnamen, ihre Extension und ihre Intension definiert. Extension ist die Menge aller Objekte, die zu dem Konzept gehört, die Intension ist die Menge der Merkmale, die ein Objekt besitzen muss, um zum Konzept zu gehören. Man unterscheidet zwischen Individualkonzepten, die als Extension eine einelementige Menge besitzen, und Massenkonzepte wie Flüssigkeiten oder Schüttgut, die keine stückweise abzählbare Extension besitzen.
- Wissen über semantische Beziehungen: Semantische Beziehungen sind Aussagen zu zwei oder mehreren Konzepten, wie zum Beispiel
- Teil-Von-Beziehungen: (Klinge - ist Teil vom - Schwert).
- Ist-Ein-Beziehung (Wolf - ist ein - Raubtier).
- Zeitliche Beziehungen (chronologische Abfolge, Simultanität).
- Räumliche Beziehungen (Behälter - Inhalt).
- Kausalbeziehungen (Blitz - Donner).
- Wissen über Ereignisse und Handlungen: Ein Ereignis ist eine Zustandsänderung eines Objektes zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über ein Zeitintervall hinweg. Eine Handlung ist ein Ereignis, das von einem Aktor absichtsvoll ausgelöst wurde.
- Wissen über Regeln und einschränkende Bedingungen (Constraints): Wissen über einschränkende Bedingungen ist Wissen über die Unzulässigkeit von Zuständen oder Zustandsänderungen.
- Metawissen: Wissen über Wissen, wie z.B.
- Wissen über die Verlässlichkeit (Reliabilität) bzw. Güte (Validität) von Fakten oder anderen Wissensarten.
- Wissen über Wissensqualität.
- Wissen als soziale Konstruktion: Grundlegend stellt die Wissenssoziologie fest, dass Erkenntnis nicht im Individuum, sondern in einem sozialen Kontext eingebettet ist, das bedeutet Wissen ist sozial bedingt.
Narratives versus diskursives Wissen
Jean-François Lyotard unterscheidet zwei Formen von Wissen:
- diskursives Wissen – das im Diskurs ermittelte Wissen der Moderne mit expliziter Legitimation. Wissenschaftliches Wissen ist spezifisches diskursives Wissen, das dem akademischen Diskurs und seinen akademischen Regeln unterliegt;
- narratives Wissen – das traditionelle Wissen in Form von Geschichten und Erzählungen, das sich implizit selbst legitimiert.
(Wie nutze ich das Wissen, das ich habe? Wie finde ich meinen Weg, wo ich noch nicht genug weiß?)
- Wissen über Vorgänge und Verfahren: Ein Vorgang ist eine lang andauernde Handlung. Ein Verfahren ist eine festgelegte Anzahl von miteinander verketteten Einzelhandlungen, für die oft eine bestimmte Reihenfolge verbindlich ist. Wissen über ein Verfahren bezeichnet man auch als "know how", Gewußt Wie.
- Wissen, wie man Wissenslücken schließen kann (zum Beispiel indem man Unbekanntes erfragt).
- Wissen, wie man neues Wissen aus vorhandenem Wissen ableitet (Inferenzstrategien).
- Wissen, wie man Wissen strukturiert und neues Wissen hinzufügt
- Wissen über Probleme und Problemlösungsstrategien: Bildung einer formalen Beschreibung eines Problems mit dem Ziel der Klassifikation des Problems in eine bekannte Problemklasse, zu der eine Problemlösungsstrategie bekannt ist.
Kollektive Konstruktion von Wissen
Angesichts der auf die Menschheit zukommenden Probleme (Umwälzungen im Zuge der Globalisierung) ist es notwendig geworden, alle verfügbaren menschlichen Denkressourcen zu mobilisieren (Ressourcenorientierung). Voraussetzung ist, dass die Menschen in der Lage sind, Ihre intellektuellen und emotionalen Ressourcen tatsächlich zu bündeln also intensiv und effektiv zu kommunizieren. Daher muss in Schulen und Universitäten ein viel stärkerer Akzent auf die Vermittlung von Kommunikationsfähigkeit gelegt werden. Eine Unterrichtsmethode, die ganz auf den Aufbau von Kommunikationsfähigkeit abzielt, ist Lernen durch Lehren.
Das Internet bietet für die Kollektive Konstruktion von Wissen das optimale Vehikel. Einige Anhänger der Kondratjew-Theorie, z.B. Erik Händeler ("Die Geschichte der Zukunft Sozialverhalten heute und der Wohlstand von morgen. Kondratieffs Globalsicht", 2003) betrachten die neuen Kommunikationsmittel als Voraussetzung zu einem neuen Wirtschaftszyklus, dem 6. Kondratjeff.
Als Modell für eine Struktur die zur effektiven Wissenskonstruktion führt, kann das Gehirn herangezogen werden (siehe auch: Kollektive Intelligenz). So können Internet-User metaphorisch als Neurone definiert werden, die in großer Zahl und großer Frequenz miteinander interagieren. Bezogen auf das Gehirn werden die "emergierenden" Ergebnisse dieser scheinbar chaotisch verlaufenden Neuronen-Interaktionen (neuronale Netze) "Gedanken" genannt. Auf das Internet übertragen können durch intensive Interaktionen zwischen Menschen/Neuronen für die Menschheit relevante Problemlösungen erarbeitet werden. Die Gehirnmetapher kann in besonderem Maße auf die kollektive Erstellung von Enzyklopädien angewandt werden. Dies trifft besonders für Enzyklopädien zu, die im Internet aufgebaut werden (z.B. die Wikipedia). Die kollektiv erstellten Artikel lassen sich dann metaphorisch als Emergenz betrachten: es können unzählige Menschen an der Produktion von Wissen beteiligt werden. Wie im Nervensystem ergeben sich in Internet-Enzyklopädien Spezialisierungen von Neuronenkonstellationen. Es werden einströmende Informationen sortiert, selegiert, verworfen oder an die nächsthöhere Instanz weitergeleitet. Es findet Komplexitätsreduktion und Veredelung statt. Einfachere Aufgaben werden von peripheren "Neuronen" erledigt, andere wiederum entwickeln Pläne und Perspektiven und übernehmen somit die Aufgabe des Frontalcortexes. Wesentlich ist dabei, dass wie im Organismus zahlreiche Prozesse erfolgen müssen (z.B. Kämpfe unter Neuronengruppen), die das vegetative Überleben des Systems sichern ohne aber auf der Bewusstheitsebene zu emergieren und die Reflexionsfähigkeit des Gesamtsystems zu beeinträchtigen.
Paradigmenwechsel in der Wissensgesellschaft
Im gegenwärtigen Forschungs- und Ausbildungssystem wird Wissen immer noch von Experten gehortet und an Eingeweihte über Monographien und wissenschaftliche Artikel weitergeleitet. Das auf diese Weise präsentierte Wissen wird von den Abnehmern, die sich in der Regel keine höhere Kompetenz als dem Verfasser zuschreiben, weder in Frage gestellt, noch durch eigene Beiträge angereichert. Durch die neuen Kommunikationsmittel werden - beispielsweise im Rahmen der Erstellung von Internet-Enzyklopädien -, ungleich mehr Menschen beteiligt. Dadurch werden Wissensreserven mobilisiert. Die Tatsache, dass das in der Enzyklopädie enthaltene Wissen entsakralisiert wird, weil die Autoren anonym sind und a priori keine höhere Kompetenz als andere Benutzer besitzen, leitet einen fruchtbaren Prozess der Infragestellung, Diskussion, Präzisierung und Aktualisierung ein. So wird in der neuen Wissensgesellschaft die Produktion von Wissen in einem dynamischen Prozess kontinuierlicher Präsentation, Prüfung und Speicherung demokratisiert.
Begriffsfeldabhängige Ansätze
Im Gegensatz zum umgangssprachlichen Verständnis von Wissen bemüht sich der von Helmut F. Spinner begründete Karlsruher Ansatz der integrierten Wissensforschung (KAW) um eine Systematisierung des gesamten Begriffsfeldes um "Wissen aller Arten, in jeder Menge und Güte"; Spinner initiierte daher das Wissensarten-, Wissensordnungs- und Wissensverhaltensprojekt.
Er schlägt folgende Terminologie vor:
- "Wissen ist semantische Information (unabhängig von Richtigkeit und Wichtigkeit)"
- "Information ist inhaltliches Wissen"
- "Erkenntnis ist Information plus x"
Im Rahmen des Wissensmanagement wird Wissen als eine Ressource betrachtet, die nicht nur von Individuen, sondern auch von anderen Systemen wie Gruppen und Organisationen erzeugt bzw. ausgehend von implizitem Wissen explizit gemacht wird.
Gettiers Problem
Gettier kritisiert den Ansatz, dass Wissen gerechtfertigter wahrer Glaube sei. Das führt zu einem Paradoxon: Gettiers Problem.
Siehe auch
- Diskursives Wissen
- Wissensrepräsentation
- Langzeitgedächtnis
- Lernen durch Lehren: Kollektive Wissenskonstruktion im Unterricht
- Intelligenz, Kollektive Intelligenz, Künstliche Intelligenz
- Know-How
- Wissenssoziologie
Literatur
- Daniel Geiger & Georg Schreyögg: Wenn alles Wissen ist, ist Wissen am Ende nichts ?!, in: DBW, 63. Jhrg., 2003.
- Jean-François Lyotard: Das postmoderne Wissen. Ein Bericht (Towards the Postmodern), Passagen-Verlag, Wien 1999.
- Matthias Vogel & Lutz Wingert (Hg.): Wissen zwischen Entdeckung und Konstruktion. Erkenntnistheoretische Kontroversen, Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M. 2003.
- [http://deutschesfachbuch.de/info/detail.php?isbn=3825884082 Paschen, Harm: Zur Entwicklung menschlichen Wissens Die Aufgabe der Integration heterogener Wissensbestände. März 2005]
- Jacques Maritain: Die Stufen des Wissens. Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 1954
Weblinks
- [http://www.phillex.de/wissen.htm Beschreibung aus dem Lexikon der Philosophie]
- [http://www.projektkompetenz.de Studenten konstruieren gemeinsam Weltwissen]
- [http://www.ldl.de/material/aufsatz/homepage.pdf Das Internet als Gehirn - Aufsatz von Jean-Pol Martin]
- [http://www.bildung2010.de/gutzuwissen/thesen/thesen_kuhlen.html Universal Access: Wem gehört das Wissen?] Artikel von Rainer Kuhlen
- [http://web.uni-frankfurt.de/SFB435/ Sonderforschungsbereich/Forschungskolleg "Wissenskultur und gesellschaftlicher Wandel"] der Johann-Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
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Foundation-ZyklusDer Foundation-Zyklus ist das wahrscheinlich bekannteste Werk von Isaac Asimov.
In der ursprünglichen Trilogie beschreibt er den Sturz eines galaktischen Imperiums und den folgenden Neuaufbau der stellaren Zivilisation mit Hilfe einer von dem Mathematiker Hari Seldon erfundenen fiktiven Wissenschaft, der Psychohistorik.
Für den Aufbau der neuen Zivilisation wird ein Tarnprojekt gegründet, dessen angeblicher Zweck die Sammlung allen Wissens in einer Encyclopaedia Galactica ist.
Später ergänzte Asimov den Zyklus um weitere Werke, die ihn mit seinen früheren Roboter- und Imperiumsromanen verbinden. Nach seinem Tod wurde eine zweite Foundation-Trilogie von Gregory Benford, Greg Bear und David Brin geschrieben, die Asimovs Chronologie des Foundation-Universums ergänzt.
Die Foundation
Der Planet Trantor
Die Hauptwelt des Galaktischen Imperiums in Isaac Asimovs Foundation-Zyklus und gleichzeitig Sitz des Kaisers ist der Planet Trantor.
Nahe des Galaktischen Zentrums gelegen, wurde der gesamte Planet in Folge des durch die fortschreitende Urbanisierung schlechter werdenden Klimas komplett überkuppelt.
Einzige Ausnahme ist der Kaiserliche Distrikt, der nicht überdacht ist.
Die Kuppeln sind im Durchschnitt nur wenige hundert Meter hoch, allerdings wurde bis zu mehreren Kilometern in die Tiefe gebaut.
Die Gesamtbevölkerung zu Beginn des Zyklus beträgt ca. 40 Milliarden, wobei sich die Bevölkerung in Distrikte aufteilt, die sehr verschiedene Kulturen und Dialekte aufweisen können. Größter und eigentlich wichtigster Distrikt ist der am Südpol gelegene Wye, der die überschüssige Niedertemperaturwärme der technischen Anlagen in den Weltraum abstrahlt.
Der Planet ist Energieeigenproduzent, allerdings müssen wegen der hohen Bevölkerungszahl trotz hydroponischer Gärten Nahrungsmittel eingeführt werden. Hauptenergielieferant ist neben Solarsatelliten und Kernkraftwerken geothermale Energie. Diese wird über die "Glutsümpfe" gewonnen. Die Menschen, die dort leben werden im allgemeinen wegen ihrer niederen Arbeit weniger geachtet, als andere.
Neben den Wohnbezirken lassen sich Industrieanlagen genauso finden wie Parkanlagen und Lehreinrichtungen.
Jeder Distrikt kann mit Hilfe des Express - einer Art Magnetschwebebahn - erreicht werden, eine Ausnahme ist Mykogen.
Psychohistorik
Dreh- und Angelpunkt der Erzählungen ist die fiktive Wissenschaft der Psychohistorik, die von Isaac Asimov und seinem Verleger John W. Campbell ersonnen wurde.
Im Foundation-Zyklus entwickelt der Mathematiker Hari Seldon diese rein theoretische Wissenschaft auf Trantor.
Unter tatkräftiger Hilfe und mit Aufmunterung seitens Chetter Hummins (alias Eto Demerzel, alias R. Daneel Olivaw) gelangt sie zur praktischen Anwendung.
Die Psychohistorik erlaubt, das Verhalten sehr großer Menschenmassen, wie sie etwa auf Planeten oder im Galaktischen Imperium existieren, statistisch vorherzusagen.
Die erste Anwendung der Wissenschaft ist entmutigend: Hari Seldon sieht den Untergang des galaktischen Imperiums vorher, dem eine 30.000-jährige Zeit des Chaos folgen wird, bevor eine neue Zivilisation entsteht.
Um der Menschheit dieses Schicksal zu ersparen, gründet Hari Seldon auf dem "am anderen Ende der Galaxis" gelegenen Planeten Terminus eine Oase der Wissenschaft, in der alles Wissen der Zivilisation bewahrt werden soll.
Dadurch soll die Zeit des Chaos auf 1.000 Jahre reduziert werden.
Diese Vorgeschichte wird in Die Rettung des Imperiums (engl. Prelude to Foundation) beschrieben.
Die Trilogie
Die Trilogie, und somit die Serie, nahm ihren Anfang in einer Reihe von Kurzgeschichten; sie sind inhaltlich von Edward Gibbons The History of the Decline and Fall of the Roman Empire inspiriert.
Zusammengestellt ergaben die Geschichten Der Tausendjahresplan (engl. Foundation), das erste Buch des Zyklus; danach schrieb Asimov Der galaktische General (engl. Foundation and Empire) und Alle Wege führen nach Trantor (engl. Second Foundation).
Fortsetzungen
Gut 30 Jahre nach dem Erscheinen der ersten drei Bücher gab Asimov dem Druck seiner Fans nach und schrieb zwei Fortsetzungen: Die Suche nach der Erde (engl. Foundation's Edge) und
Die Rückkehr zur Erde (engl. Foundation and Earth).
Allerdings gelang ihm kein wirklicher Abschluss; Andeutungen am Ende des letzten Bandes erlauben ganz neue Entwicklungen, die Asimov aber nicht weiterführte.
Seine Witwe Janet Asimov schreibt in der Biographie über ihren Mann, dass ihm die Ideen ausgegangen seien.
Dagegen gelang es ihm, den Foundation-Zyklus an seine früheren Roboter- und Imperium-Bücher anzubinden.
Da die ursprüngliche Trilogie nur 600 der 1.000 Jahre der Übergangszeit abdeckt, baten die Nachlassverwalter Asimovs Gregory Benford, einen weiteren Foundation-Roman zu schreiben.
Hieraus wurde, zusammen mit je einem Roman von Greg Bear und David Brin, die zweite Trilogie, die chronologisch vor der ersten steht, von den Fans jedoch als enttäuschend angesehen wurde.
In der Folgezeit haben auch andere Schriftsteller versucht, ihre Geschichten im Foundation-Universum anzusiedeln (Foundation's Friends, Stories in Honor of Isaac Asimov).
Bücher um den Foundation-Zyklus
Die Bücher sind in etwa nach der Erzählchronologie sortiert.
Die Robotergeschichten passen nicht ganz in diese Chronologie hinein.
Die Roboter-Kurzgeschichten
- Alle Robotergeschichten (The Complete Robot, 1982)
Die Roboter-Romane
- Die Stahlhöhlen (The Caves of Steel, 1954) - früher: "Der Mann von drüben"
- Die nackte Sonne (The Naked Sun, 1957)
- Der Aufbruch zu den Sternen (The Robots of Dawn, 1983)
- Das galaktische Imperium (Robots and Empire, 1985)
Die Imperium-Romane
- Sterne wie Staub (The Stars, Like Dust, 1951)
- Der fiebernde Planet (The Currents of Space, 1952) - deutsche Neuübersetzung als "Ströme im All"
- Radioaktiv...! (Pebble in the Sky, 1950) - deutsche Neuübersetzung als "Ein Sandkorn am Himmel"
Die Foundation-Romane
: Erste Foundation-Vorgeschichte
- Die Rettung des Imperiums (Prelude to Foundation, 1988)
: Die zweite Foundation-Trilogie (nicht von Isaac Asimov)
- Der Aufstieg der Foundation (Foundation's Fear, 1997 von Gregory Benford)
- Foundation und Chaos (Foundation and Chaos, 1998 von Greg Bear)
- Der Sieg der Foundation (Foundation's Triumph, 1999 von David Brin)
: Zweite Foundation-Vorgeschichte
- Das Foundation-Projekt (Forward the Foundation, 1991)
: Die ursprüngliche Foundation-Trilogie
Diese Bücher sind diejenigen auf denen alle anderen Foundation-Romane basieren. Als Einstieg sind sie deshalb am besten geeignet.
- Der Tausendjahresplan (Foundation, 1951)
- Der galaktische General (Foundation and Empire, 1952)
- Alle Wege führen nach Trantor (Second Foundation, 1953)
: Foundation-Fortsetzungen
- Die Suche nach der Erde (Foundation's Edge, 1982)
- Die Rückkehr zur Erde (Foundation and Earth, 1986)
Andere Romane mit Bezug zum Foundation-Zyklus
- Nemesis (Nemesis, 1989) - Erfindung des für die Ausbreitung in der Galaxis nötigen Hyperraumflugs
Sonstiges
Traurige Berühmtheit erlangte der Foundation-Zyklus durch die japanische Aum-Sekte (bekannt geworden durch einen Giftgasanschlag auf die U-Bahn in Tokio 1995), in deren Lehre die Romane eine große Rolle spielen.
Interessant ist auch, dass die arabische Übersetzung der Trilogie den Titel Al-Qaida (soviel wie Fundament, Basis oder im militärischen Sinne Stützpunkt) trägt.
Zusammenhänge zwischen der gleichnamigen Terrororganisation Al-Qaida und der Trilogie sind aber äußerst zweifelhaft.
Weblinks
Rezensionen
- bei Buchwurm.info: [http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id_book=1183 Die Stahlhöhlen & Die nackte Sonne]; [http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id_book=641 Die frühe Foundation-Trilogie]; [http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id_book=1063 Die Rückkehr zur Erde]
siehe auch: Psychohistorie
Kategorie:Fiktive Welt
Kategorie:Literarisches Werk
Kategorie:Literatur (20. Jh.)
Kategorie:Literatur (Englisch)
Kategorie:Romanzyklus
Kategorie:SF-Literatur
ja:ファウンデーションシリーズ
th:สถาบันสถาปนา
Isaac Asimov
Isaac Asimov (engl.: //; - 2. Januar 1920 in Petrowitschi; † 6. April 1992 in New York) war ein US-amerikanischer Biochemiker und einer der bekanntesten und produktivsten Sciencefiction-Schriftsteller.
Leben
Isaac Asimov wurde am 2. Januar 1920 in Petrowitschi bei Smolensk (in der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik (RSFSR), welche 1922 in die UdSSR aufging (heute Russland)), geboren. Seine Eltern wanderten 1923 in die USA aus, und Asimov wuchs in Brooklyn/New York (USA) auf. Seine Eltern wollten, dass er Medizin studiert, doch zunächst studierte er ab 1935 Chemie an der Columbia University. Dort war er 1938 an der Gründung der Futurian Science Literary Society beteiligt und lernte dadurch einige SF-Autoren kennen. 1939 legte er - nicht mal zwanzigjährig - den Bachelor of Science in Chemie ab.
Um diese Zeit, im Frühjahr 1939, wurde mit Marooned Off Vesta seine erste Kurzgeschichte in Amazing Stories veröffentlicht. Danach wechselt er zur von John W. Campbell herausgegebenen Astounding. Diese Geschichten und Entwürfe für Romane wurden später in der Trilogie Foundation gesammelt veröffentlicht.
Nachdem seine Bewerbung um einen Studienplatz in Medizin von allen fünf in Frage kommenden Universitäten New Yorks abgewiesen wurde, setzte er sein Chemiestudium fort und erreichte 1941 den Master-Abschluss. Nach einer vierjährigen kriegsbedingten Unterbrechung seiner Studien promovierte er 1948 mit 28 Jahren zum Doktor der Biochemie. Ein Jahr später kam er dann doch noch an die medizinische Fakultät der Boston University, wenn auch nicht als Student, sondern als Dozent für Biochemie. 1951 wurde er dort Assistenz-Professor und bekam 1955 eine Daueranstellung. Bereits 1958 gab er jedoch seine Lehrtätigkeit auf und machte das Schreiben zu seinem Hauptberuf.
In den 1960er Jahren lernte er Eugene W. Roddenberry kennen, der sich ebenso wie Asimov selbst sehr für künstliche Intelligenz interessierte. 1979 wirkte er als Special Science Consultant bei der Entstehung von Star Trek: Der Film mit.
Isaac Asimov starb am 6. April 1992 an Herz- und Nierenversagen; eine Folge einer HIV-Infektion, die er sich 1983 durch eine Bluttransfusion anlässlich einer Bypass-Operation zugezogen hatte.
Werk
Seine Robotergeschichten und vor allem die Kurzgeschichte Nightfall (die später zu dem Roman, dt. Einbruch der Nacht, erweitert wird) werden als die hellsten Sterne am SF-Himmel angesehen. Tatsächlich wurde Nightfall 1968 von den Science Fiction Writers of America als die beste SF-Geschichte vor 1965 gekürt.
Berühmt wurde er vor allem durch den Foundation-Zyklus, in dem auch der vielzitierte Begriff der Encyclopaedia Galactica geschaffen wurde, sowie durch seine Bücher über Roboter und ihre Konsequenzen. Die Firma U.S. Robotics bezieht ihren Namen aus Asimovs Romanen.
Seine Werke haben viele andere Schriftsteller inspiriert und seine SF-Sammlungen zahllose Jugendliche begeistert.
Asimovs Schaffen beschränkte sich aber bei weitem nicht auf Science Fiction. Vielmehr entwickelte der "Gute Doktor", wie seine Fans ihn nennen, sich nach Aufgabe seiner Lehrtätigkeit zu einem modernen Universalgelehrten: Er war Mitverfasser eines Lehrbuches der Biochemie, schrieb Bücher über die Bibel und William Shakespeare, Werke über die griechische und römische Geschichte und Sachbücher über naturwissenschaftliche Themen aus fast allen Gebieten - sogar eine Anleitung für die Benutzung von Rechenschiebern. Insgesamt veröffentlichte er über 500 Bücher und mehr als 1600 Essays. Außerdem war er der Herausgeber einiger SF-Anthologien und einer eigenen SF-Zeitschrift. Im deutschen Sprachraum wenig bekannt ist, dass er auch zahlreiche Gedichte, darunter viele Limericks, veröffentlichte.
Zitate
- Gewalt ist die letzte Zuflucht des Unfähigen. (Violence is the last refuge of the incompetent.)
- Des Menschen größtes Gut ist sein unsteter Geist. (Man's greatest asset is the unsettled mind.)
- The most exciting phrase to hear in science, the one that heralds new discoveries, is not “Heureka!” (I found it!) but “That’s funny ....!”
Roboter
Die Kriminalromane um den Polizisten Elias (Lije) Bailey und den Roboter R. Daneel Olivaw, (The Caves of Steel (1954, dt. Die Stahlhöhlen), The Naked Sun (1957, dt. Die Nackte Sonne)), sowie die Nachfolgeromane The Robots of Dawn (1983) und Robots and Empire (1985) geben eine umfassende Einführung in die Zukunftswelt Asimovs. Hier finden sich auch Asimovs Robotergesetze:
- Ein Roboter darf kein menschliches Wesen verletzen oder durch Untätigkeit gestatten, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird.
- Ein Roboter muss dem Menschen gehorchen, es sei denn, der Befehl steht im Konflikt mit dem ersten Gesetz.
- Ein Roboter muss seine eigene Existenz beschützen, es sei denn, dieser Schutz tritt in Konflikt zum ersten oder zweiten Gesetz.
Diese 3 grundlegenden Regeln hat Asimov das erste mal in "Runaround" (Herumtreiber) erläutert.
Asimov hat darauf hingewiesen, dass Werkzeuge im Allgemeinen so konstruiert sind, dass sie implizit diesen Gesetzen gehorchen. Analog werden in seinen Geschichten Roboter-Gehirne so entworfen, dass die Roboter nicht anders können, als den Gesetzen der Robotik zu gehorchen.
Später lässt Asimov in einem Roman das sog. "Nullte Robotergesetz" entwickeln:
- Ein Roboter darf der Menschheit keinen Schaden zufügen oder durch seine Untätigkeit gestatten, dass die Menschheit zu Schaden kommt.
Das Erste, Zweite und Dritte Gesetz der Robotik werden entsprechend modifiziert: "... es sei denn, dadurch würde das Nullte Gesetz verletzt." Bezeichnenderweise ist es kein Mensch, sondern ein Roboter (R. Daneel Olivaw), der dieses Gesetz aufstellt.
In der Kurzgeschichtensammlung "I, Robot" handelt Asimov viele Teilaspekte dieser Gesetze ab. In den Geschichten geht es größtenteils um 2 Robotikspezialisten (Gregory Powell & Michael Donovan), die verschiedene Problemfälle (u.a. "verrückte" Roboter, Logik Roboter und Emotionen...) lösen müssen. Der Charakter Susan Calvin spielt ebenfalls eine große Rolle in den Geschichten.
In der Trilogie um den Roboter Caliban (das Konzept zu den Romanen um Caliban stammt noch von Asimov selbst, wurde jedoch von Roger MacBride Allen umgesetzt) werden die drei Gesetze komplett verworfen und die "neuen Gesetze" entstehen:
- Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen.
- Ein Roboter ist verpflichtet, mit Menschen zusammenzuarbeiten, es sei denn, diese Zusammenarbeit stünde im Widerspruch zum Ersten Gesetz.
- Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange er dadurch nicht in einen Konflikt mit dem Ersten Gesetz gerät.
- Ein Roboter hat die Freiheit zu tun, was er will, es sei denn, er würde dadurch gegen das Erste, Zweite oder Dritte Gesetz verstoßen.
Isaac Asimov lieferte die Vorlage für den Kinofilm "I, Robot" 07/2004 mit Will Smith. Allerdings ist die Filmhandlung nicht original von Asimov, sondern ist eher eine Anlehnung an die oben erwähnten Kurzgeschichten über Roboter. Der Film ist voll von Anspielungen auf diese Geschichten (z.B. die Massenszene im Roboterlager: "wie findet man 1 Roboter zwischen 1.000 identischen?!" oder Sonny's "Menschwerdung").
Zudem waren die Robotergesetze auch Thema der Folge Hüter des Gesetzes der Serie Raumpatrouille.
:Handbuch der Robotik
:56. Auflage, 2058 A.D.
:Erstmals veröffentlicht in "I, Robot" (dt.: Ich, der Robot; deutscher Titel: Fehler im System)
:[Der berühmte Titel "I, Robot" dieser Kurzgeschichtensammlung wurde allerdings nicht von Asimov selbst, sondern vom Verlag (gegen Asimovs Einwände) gewählt, da der Titel "I, Robot" eine berühmte Kurzgeschichte von Eando (Earl und Otto) Binder war und Umsatzsteigerungen erwarten ließ. Originaltitel der Asimov-Sammlung war 'Mind and Iron'.]
Die späten Jahre seines Werks waren gekennzeichnet durch das Bemühen, seine Romane chronologisch anzuordnen und Lücken aufzufüllen, um so eine fortlaufende Geschichte der Menschheit, beginnend 1982 mit der Geburt Susan Calvins und Gründung der U.S. Robots and Mechanical Men, Inc. ("I, Robot") und erst Zehntausende von Jahren in der Zukunft endend, zu schaffen.
Mit Susan Calvin schuf er damit eine Figur, die von Arthur C. Clarke im Roman 3001 – Die letzte Odyssee als „Vorbild im geistigen Wettstreit zwischen Robotern und Menschen“ bezeichnet wurde. In Asimovs Geschichten wurde sie als kühle, nahezu emotionslose Robotpsychologin der US Robots and Mechanical Men, Inc. dargestellt, die mit Robotern wesentlich besser umgehen kann als mit Menschen. Es gibt in seinen Geschichten auch verstreute Andeutungen, dass sie selbst einem Roboter sehr ähnlich ist.
Susan Calvin war eine der Lieblingsfiguren von Asimov. Sie hat für ihn Gregory Powell & Michael Donovan ersetzt, er hat sich in sie "verliebt"
Nach seinem Tode wurde das Foundation Universum durch Gregory Benford, Greg Bear und David Brin um eine zweite Trilogie ergänzt.
Rezensionen
- Besprechungen bei Buchwurm.info zu: [http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id_book=450 Best of Asimov] (Bastei Lübbe 1983 / 2001), [http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id_book=841 Lucky Starr] (Bastei Lübbe 1998 / 2003), [http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id_book=835 Falsch korrigiert] (Hörbuchfassung 1970 / 2004), [http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id_book=641 Die frühe Foundation-Trilogie] (Heyne 2001), [http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id_book=560 Meine Freunde, die Roboter] (Heyne 1996 / 2002)
Weblinks
-
- [http://www.asimovonline.com HomePage] (englisch)
- [http://www.litlinks.it/ax/asimov.htm Texte und Sekundäres]
- [http://www.krizsan.de/index.php?page=asimov&lang=de〈=de Deutsche Übersetzung der Isaac Asimov FAQ]
- [http://german.imdb.com/name/nm0001920/ IMDb-Eintrag für Isaac Asimov]
Asimov, Isaac
Asimov, Isaac
Asimov
Asimov
Asimov, Isaac
Asimov, Isaac
Asimov, Isaac
Asimov, Isaac
ja:アイザック・アジモフ
simple:Isaac Asimov
th:ไอแซค อสิมอฟ
1942
- 1. Januar: Philipp Etter wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Der weitere Ausbau der Reichsautobahn wird eingestellt. Nahezu 4.000 km wurden fertiggstellt
- 1. Januar: In Schweden werden Textilien ab sofort rationiert: Einführung der Kleiderkarte
- 1. Januar: Venezuela bricht seine diplomatischen Beziehungen zu Italien, Japan und dem Deutschen Reich ab
- 1. Januar: Unterzeichnung der Gründungserklärung der Vereinten Nationen durch 26 Staaten in Washington, D.C.
- 2. Januar: Die 39. sowjetische Armee durchbricht die Ostfront der 9. deutschen Armee
- 2. Januar: Die deutschen und italienischen Truppen in Bardijja, Libyen, kapitulieren
- 2. Januar: Die britische Kronkolonie Singapur wird von der japanischen Luftwaffe bombardiert
- 2. Januar: Japanische Truppen besetzen Manila, die Hauptstadt der Philippinen
- 20. Januar: Wannsee-Konferenz in Berlin
- 20. Januar: Japan marschiert in Burma ein
- 29. Januar: Ecuador verliert fast die Hälfte seines Landes an Peru. (Protokoll von Rio de Janeiro)
- 28. März-29. März: Lübeck wird als erste deutsche Großstadt bombardiert
- 1. Mai: Joseph Frings wird Erzbischof von Köln
- 10. Juni: Vernichtung des tschechischen Dorfes Lidice und seiner erwachsenen Einwohner durch den Nazi-Terror
- 15. Juni: Japans 4 größte Flugzeugträger werden Nähe der Midway-Inseln durch US-amerikanische Kriegsschiffe vernichtet
- 17. August: erster Luftangriff der USAAF in Europa im 2. Weltkrieg (Ziel ist ein Verschiebebahnhof bei Le Havre)
- 19. August: Kommandounternehmen britischer und kanadischer Truppen bei der nordfranzösischen Hafenstadt Dieppe
- 31. August: Generalstreik in Luxemburg gegen die deutsche Besatzungsmacht
- 3. Oktober 15.58 Uhr: erster erfolgreicher Versuchstart der A4-/V2-Rakete in Peenemünde mit einer Gipfelhöhe von 84,5 Kilometern und einer Reichweite von 190 Kilometern. Diesem erfolgreichen Start gingen drei Fehlstarts am 16. März, 13. Juni und 17. August des gleichen Jahres voraus
- 19. November - Zweiter Weltkrieg: In der Schlacht um Stalingrad beginnt die Gegenoffensive der Roten Armee.
- Dezember: Schlacht von Stalingrad, entscheidende Niederlage Deutschlands
- 2. Dezember: Erste Energiegewinnung durch Atomspaltung
- Zusammenschluss der deutschen Baptisten- Elim- und Brüdergemeinden zum Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden
- Gründung der Widerstandsgruppe Weiße Rose
- Schlacht um Singapur
Kultur
- 10. Januar: Uraufführung der Oper Birgitta von Natanael Berg am Kungliga Teatern in Stockholm
- 15. August der Fotograf Toni Catany wird in Llulcmajor auf Mallorca geboren
Katastrophen
- 18. Februar: Der Zerstörer „Truxtun“ (USA) strandet bei schlechtem Wetter während eines Geleiteinsatzes in der Plancentia Bay (Kanada), bricht auseinander und sinkt. Über 100 Tote
- 24. Februar: Der bulgarische Dampfer Struma wird mit 764 jüdischen Flüchtlingen an Bord in der Nähe des Bosporus durch ein sowjetisches U-Boot versenkt. Es gibt nur einen Überlebenden. Die Struma war zuvor von türkischen Behörden zur Rückkehr in das Schwarze Meer gezwungen worden. Man hatte weder eine Weiterreise noch eine Landung der Flüchtlinge gestattet
- 22. August: Untergang des zur Geleitsicherung eingesetzten Zerstörers „Ingraham“ (USA) westlich von Halifax im Nordatlantik nach der Kollision mit dem Tankschiff Chemung. Von den 200 Mann Besatzung des Zerstörers sterben 189 Mann, der Tanker wurde schwer beschädigt
- 2. Oktober: Untergang des Flakkreuzers „Curacoa“ vor der Nordküste Irlands nach einer Kollision mit dem als Truppentransporter fahrenden Passagierschiff „Queen Mary“ (beide Großbritannien). 331 Mann von der 430 Mann starken Besatzung des Kreuzers kommen ums Leben
- 26. November: Erdbeben der Stärke 7,6 in der Türkei, ca. 4.000 Tote
- 20. Dezember: Erdbeben der Stärke 7,3 in Erbaa, Türkei, rund 3.000 Tote
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
1. Halbjahr
- 1. Januar: Anne Duden, deutsche Schriftstellerin
- 1. Januar: Alassane Ouattara, ehemaliger Ministerpräsident der Republik Côte d'Ivoire
- 1. Januar: Joe McDonald, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1. Januar: Edward Joseph Hoffman, US-amerikanischer Wissenschaftler († 2004)
- 2. Januar: Hans Werner Schmöle, deutscher Politiker
- 3. Januar: László Sólyom, ungarischer Politiker, Präsident Ungarns
- 4. Januar: John McLaughlin (Musiker), britischer Musiker, Gittarist, Songwriter
- 5. Januar: Ernst Meincke, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 5. Januar: Maurizio Pollini, italienischer Pianist und Dirigent
- 6. Januar: Bernd Neumann, deutscher Politiker
- 6. Januar: Hilmar Kabas, österreichischer Politiker
- 7. Januar: Wassili Iwanowitsch Alexejew, sowjetischer Gewichtheber
- 7. Januar: Danny Williams (Musiker), südafrikanischer Musiker
- 7. Januar: Paul Revere (Musiker), US-amerikanischer Musiker
- 8. Januar: Stephen Hawking, britischer Physiker
- 8. Januar: Koizumi Junichirō, japanischer Premierminister
- 8. Januar: John Peterson (Musiker), US-amerikanischer Musiker
- 10. Januar: Walter Hill, Action-Regisseur in Hollywood
- 16. Januar: Nicole Fontaine, französische Politikerin
- 16. Januar: Sigrid Combüchen, schwedische Schriftstellerin und Literaturkritikerin
- 16. Januar: Barbara Lynn, US-amerikanische Sängerin, Gitarristin und Songautorin
- 17. Januar: Muhammad Ali, Boxweltmeister
- 17. Januar: Ulf Hoelscher, deutscher Violinist
- 17. Januar: Rudolf Hickel, deutscher Wirtschaftswissenschaftler
- 17. Januar: Ulf Grahn, schwedischer Komponist
- 19. Januar: Michael Crawford, britischer Schauspieler
- 20. Januar: Heinz-Günter Bargfrede, deutscher Politiker, MdB
- 20. Januar: Billy Powell, US-amerikanischer Sänger († 1977)
- 21. Januar: Freddy Breck, deutscher Schlagersänger
- 22. Januar: Anke Hartnagel, deutsche Politikerin († 2004)
- 23. Januar: Willy Bogner junior, deutscher Skirennläufer
- 23. Januar: Hans Alser, schwedischer Tischtennisspieler († 1977)
- 24. Januar: Ingo Friedrich, deutscher Politiker
- 25. Januar: Martin Dolde, Ingenieur und Kirchenpolitiker
- 25. Januar: Eusébio, portugiesischer Fußballspieler
- 27. Januar: Steve Wynn (Unternehmer), Multimillionär und Kasinobetreiber
- 28. Januar: André Waignein, belgischer Komponist und Dirigent
- 28. Januar: Hans-Jürgen Bäumler, deutscher Eiskunstläufer
- 29. Januar: Claudine Longet, französische Sängerin und Schauspielerin
- 29. Januar: Karen Susman, US-amerikanische Tennisspielerin
- 30. Januar: Heidi Brühl, deutsche Schauspielerin und Sängerin († 1991)
- 31. Januar: Derek Jarman, britischer Filmregisseur († 1994)
- 31. Januar: Daniela Bianchi, ehemalige italienische Schauspielerin
- 31. Januar: Daniel Goeudevert, französischer Autoverkäufer, Manager und Unternehmensberater
- 1. Februar: Terry Jones, britischer Komiker, Regisseur und Schriftsteller
- 1. Februar: Hans Peter Heinzl, österreichischer Kabarettist († 1996)
- 1. Februar: Vural Öger, Türkischstämmiger deutscher Unternehmer („Öger Tours“) und Politiker
- 2. Februar: Graham Nash, britischer Sänger und Songwriter
- 2. Februar: Ron Williams, deutsch-amerikanischer Schauspieler, Sänger, Kabarettist und Moderator
- 3. Februar: Otto Fräßdorf, Fußballspieler
- 4. Februar: Frank Zander, deutscher Musiker und Fernsehstar
- 8. Februar: Terry Melcher, US-amerikanischer Musikproduzent und Songwriter († 2004)
- 9. Februar: Carole King, US-amerikanische Rock-/Pop-Musikerin
- 10. Februar: Lawrence Weiner, US-amerikanischer bildender Künstler, Vertreter der Konzeptkunst
- 11. Februar: Fritz Hähle, deutscher Politiker
- 12. Februar: Ehud Barak, israelischer General, Politiker und Ministerpräsident
- 13. Februar: Otto Bernhardt, deutscher Politiker
- 13. Februar: Volker Bigl, Mediziner († 2005)
- 14. Februar: Michael Gwisdek, deutscher Schauspieler
- 14. Februar: Michael Rubens Bloomberg, US-amerikanischer Politiker
- 14. Februar: Andrew Robinson, US-amerikanischer Schauspieler
- 15. Februar: Glyn Johns, britischer Toningenieur und Musikproduzent
- 16. Februar: Gabriel Brnčić, chilenischer Komponist
- 16. Februar: Kim Jong-il, Machthaber Nordkoreas
- 17. Februar: Heinrich Breloer, deutscher Filmregisseur
- 17. Februar: Dieter Laser, deutscher Schauspieler
- 18. Februar: Martin Ness, deutscher Tischtennisspieler († 1987)
- 18. Februar: Katsuaki Asai, japanischer Aikido--Lehrer, tätig in Deutschland
- 20. Februar: Phil Esposito, Eishockeyspieler (NHL)
- 20. Februar: Claude Miller, französischer Filmregisseur und Drehbuchautor
- 20. Februar: Mitch McConnell, US-Politiker, Senator
- 21. Februar: Margarethe von Trotta, Regisseurin und Drehbuchautorin
- 24. Februar: Chris Doerk, deutsche Schlagersängerin
- 24. Februar: Keto von Waberer, deutsche Schriftstellerin
- 24. Februar: Joseph Lieberman, Kandidat der Demokraten
- 24. Februar: John Neumeier, Tänzer, Choreograph
- 26. Februar: Franz Romer, deutscher Politiker
- 27. Februar: Klaus-Dieter Sieloff, deutscher Fußballspieler
- 27. Februar: Robert Grubbs, US-amerikanischer Chemiker
- 28. Februar: Brian Jones (Musiker), britischer Musiker (The Rolling Stones) († 1969)
- 28. Februar: Dino Zoff, italienisches Fußball-Torwart-Idol
- 28. Februar: Bernado Adam Ferrero, spanischer Komponist und Dirigent
- 1. März: Bernhard Heitz, altkatholischer Bischof Österreichs
- 1. März: Harald Kujat, deutscher General
- 2. März: Lou Reed, US-amerikanischer Musiker und Songautor
- 2. März: John Irving, US-amerikanischer Romanautor
- 5. März: Felipe González, spanischer Rechtsanwalt und Politiker
- 6. März: Paco Cepero, spanischer Flamenco-Gitarrist
- 6. März: Robin Kenyatta, US-amerikanischer Saxofonist († 2004)
- 8. März: Ann Elizabeth Packer, britische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 9. März: John Cale, britischer Artrock-Musiker
- 10. März: Peter Friedrich (Altenburg), deutscher Politiker
- 11. März: Willi Weber, Manager
- 12. März: Ratko Mladić, ehemaliger Oberbefehlshaber der bosnisch-serbischen Truppen
- 12. März: Fred Julsing, niederländischer Cartoonzeichner († 2005)
- 13. März: David N. Cutler, Leiter der Entwicklung von RSX-11, VMS und Windows NT
- 13. März: Scatman John, US-amerikanischer Scat-Sänger († 1999)
- 15. März: Klaus Buß, deutscher Politiker
- 17. März: Monika Wulf-Mathies, Gewerkschaftsfunktionärin
- 17. März: Dietmar Keller, Minister für Kultur in der DDR
- 17. März: John Wayne Gacy, US-amerikanischer Serienmörder († 1994)
- 18. März: Doris Pack, deutsche Politikerin
- 21. März: Françoise Dorléac, französische Schauspielerin († 1967)
- 21. März: Fradique de Menezes, Präsident von São Tomé und Príncipe
- 22. März: Jorge Ben, brasilianischer Popmusiker
- 22. März: Gerhard Stratthaus, deutscher Politiker
- 22. März: Bernd Herzsprung, deutscher Schauspieler
- 23. März: Walter Rodney, Historiker und Politiker aus Guyana († 1980)
- 23. März: Michael Haneke, österreichischer Theater- und Filmregisseur, Drehbuchautor und Filmkritiker
- 25. März: Aretha Franklin, Bluesmusiker
- 25. März: Eden Kane, britischer Sänger
- 25. März: Richard O'Brien, englischer Schauspieler, Autor und Komponist
- 26. März: Alfred Kieser, Professor für allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Organisation
- 26. März: Erica Jong, US-amerikanische Schriftstellerin
- 27. März: Michael York, britischer Schauspieler
- 27. März: John E. Sulston, britischer Wissenschaftler und Nobelpreisträger
- 27. März: Dick Advocaat, niederländischer Fußballtrainer
- 28. März: Mike Newell, britischer Regisseur
- 28. März: Hartmut Perschau, deutscher Politiker
- 28. März: Conrad Schumann, erster Grenzflüchtling der NVA († 1998)
- 28. März: Jerry Sloan, US-amerikanischer Basketballtrainer
- 28. März: Daniel Dennett, US-amerikanischer Philosoph
- 28. März: Neil Kinnock, Vizepräsident der EU-Kommission
- 1. April: Samuel R. Delany, US-amerikanischer Science-Fiction-Schriftsteller
- 2. April: Leon Russell, US-amerikanischer Musiker
- 4. April: Horst Schild, Politiker und MdB
- 4. April: Michel Fourniret, Serienmörder
- 5. April: Peter Greenaway, Experimentalkünstler und Filmemacher der Gegenwart
- 5. April: Irmgard Schwaetzer, deutsche Politikerin
- 5. April: Pascal Couchepin, Schweizer Politiker
- 6. April: Barry Levinson, US-amerikanischer Filmregisseur
- 8. April: Roger Chapman, britischer Sänger
- 8. April: Wolf Werner, deutscher Fußballtrainer
- 8. April: Douglas Trumbull, US-amerikanischer Spezialist für Spezialeffekte im Film
- 13. April: Otto Marchi, Schweizer Schriftsteller und Historiker († 2004)
- 13. April: Bill Conti, US-amerikanischer Komponist
- 14. April: Waleri Nikolajewitsch Brumel, sowjetischer Leichtathlet († 2003)
- 16. April: Frank Williams, Teamchef und Mitinhaber des Williams F1 Rennteams
- 17. April: Aziz Mian, einer der bedeutendsten Vertreter des Qawwali († 2000)
- 17. April: Katia Krafft, französische Vulkanologin († 1991)
- 17. April: Lisa Seuster, Politikerin
- 18. April: Jochen Rindt, österreichischer Autorennfahrer († 1970)
- 19. April: Alan Price, britischer Musiker
- 19. April: Frank Elstner, deutscher TV-Showmaster
- 20. April: Arto Paasilinna, Schriftsteller Finnlands
- 23. April: Sandra Dee, US-amerikanische Schauspielerin († 2005)
- 24. April: Werner Teske, Hauptmann des MfS und letztes Opfer der Todesstrafe in Deutschland († 1981)
- 24. April: Barbra Streisand, US-amerikanische Filmschauspielerin, Sängerin und Filmregisseurin
- 26. April: Manfred Korfmann, deutscher Archäologe († 2005)
- 26. April: Werner Biskup, deutscher Fußballspieler und Fußballtrainer
- 26. April: Wolfgang Börnsen, deutscher Politiker
- 26. April: Bobby Rydell, US-amerikanischer Sänger und Entertainer
- 2. Mai: Jacques Rogge, belgischer orthopädischer Chirurg und Präsident des IOC
- 2. Mai: Udo Ehrbar, deutscher Politiker
- 2. Mai: Bernd Ziskofen, Persönlichkeit in der Geschichte des Rallycross († 1993)
- 2. Mai: Wojciech Pszoniak, polnischer Schauspieler
- 3. Mai: Henning Frenzel, deutscher Fußballer
- 3. Mai: Udo Steinke, deutschsprachiger Schriftsteller († 1999)
- 3. Mai: Antoni Piechniczek, ehemaliger polnischer Fußballspieler und Fußballtrainer
- 3. Mai: Věra Čáslavská, Kunstturnerin
- 5. Mai: Peter Rubin, deutscher Sänger, Moderator und Gitarrist
- 5. Mai: Tammy Wynette, US-amerikanische Country-Sängerin († 1998)
- 5. Mai: Marc Alaimo, US-amerikanischer Schauspieler
- 6. Mai: Ariel Dorfman, chilenischer Autor und Dramatiker
- 6. Mai: Amadeus August, deutscher Schauspieler († 1992)
- 7. Mai: Gerhard Polt, bayerischer Kabarettist
- 7. Mai: Justin Hinds, jamaikanischer Sänger († 2005)
- 9. Mai: John Ashcroft, US-amerikanischer Politiker
- 10. Mai: Jim Calhoun, US-amerikanischer Basketballtrainer
- 11. Mai: Elisabeth Gehrer, österreichische Politikerin
- 12. Mai: Klaus Solmecke, Alt-Bürgermeister von Gevelsberg
- 12. Mai: Friedhelm Hofmann, Bischof von Würzburg
- 12. Mai: Heinz Köhler, deutscher Politiker
- 12. Mai: Ian Dury, englischer Musiker, Songwriter und Schauspieler († 2000)
- 12. Mai: Barry B. Longyear, US-amerikanischer SF-Autor
- 13. Mai: Pál Schmitt, ungarischer Fechter, Diplomat und Politiker
- 14. Mai: Dieter Pützhofen, deutscher Politiker
- 14. Mai: Jörg-Otto Spiller, deutscher Politiker und MdB
- 14. Mai: Rüdiger Vogler, Schauspieler
- 14. Mai: Prentis Hancock, schottischer Schauspieler
- 17. Mai: Eberhard David, Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld
- 17. Mai: Taj Mahal (Musiker), US-amerikanischer Blues-Musiker
- 18. Mai: Rodney Dillard, US-amerikanischer Country-Musiker
- 19. Mai: Doris Nefedov, deutsche Sängerin († 1969)
- 19. Mai: Otto Jägersberg, deutscher Schriftsteller und Filmemacher
- 19. Mai: Hans-Jürgen Ewers, Präsident der TU Berlin († 2002)
- 19. Mai: Gary Kildall, US-amerikanischer Informatiker († 1994)
- 20. Mai: Egon Jüttner, deutscher Politiker und MdB
- 20. Mai: Charles B. Blankart, Schweizer Volkswirt
- 22. Mai: Theodore Kaczynski, US-amerikanischer Briefbomben- Attentäter
- 27. Mai: Karl Heinz Roth, Historiker, Sozialforscher und Arzt
- 27. Mai: Kenneth Bernard, Leichtathlet und Olympiateilnehmer
- 27. Mai: Peter Grottian, Professor für Politikwissenschaft
- 28. Mai: Stanley Prusiner, Professor für Biochemie
- 3. Juni: Michael Bürsch, deutscher Politiker
- 3. Juni: Curtis Mayfield, US-amerikanischer Soul-Musiker († 1999)
- 5. Juni: Teodoro Obiang Nguema Mbasogo, Präsident von Äquatorialguinea
- 5. Juni: Charles Dodge, US-amerikanischer Komponist
- 6. Juni: Klaus Bednarz, deutscher Journalist
- 6. Juni: Norberto Rivera Carrera, Erzbischof von Mexiko-Stadt und Kardinal
- 7. Juni: Anneke Grönloh, niederländische Sängerin
- 8. Juni: Horst Wolter, deutscher Fußballspieler
- 8. Juni: Patrizius, deutscher Sänger, Komponist, Moderator und Musikverleger
- 10. Juni: Herwig van Staa, Landeshauptmann von Tirol
- 11. Juni: Reinhard Riegel, deutscher Rechtswissenschaft und Datenschutzexperte († 2000)
- 11. Juni: Gunter Gabriel, deutscher Sänger
- 11. Juni: Peter Blusch, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 12. Juni: Helga Daub, deutsche Politikerin und MdB
- 12. Juni: Bert Sakmann, deutscher Nobelpreisträger
- 15. Juni: John McLaughlin (Politiker), Direktor der Central Intelligence Agency
- 15. Juni: Herman Berkien, niederländischer Entertainer und Sänger († 2005)
- 16. Juni: Giacomo Agostini, italienischer Mototrradrennfahrer
- 16. Juni: Walter Schwimmer, österreichischer Politiker, Generalsekretär des Europarats
- 17. Juni: Mohammed el-Baradei, Generaldirektor der IAEO, Friedensnobelpreisträger
- 18. Juni: Nick Tate, australischer Schauspieler
- 18. Juni: Paul McCartney, britischer Sänger, Musiker und Komponist (The Beatles)
- 18. Juni: Thabo Mbeki, derzeitiger Staatspräsident von Südafrika
- 18. Juni: Jürgen May, deutscher Leichtathlet
- 18. Juni: Wolfgang Zöller, deutscher Politiker und MdB
- 18. Juni: Roger Ebert, Filmkritiker der USA
- 18. Juni: Hans Vonk, niederländischer Dirigent († 2004)
- 20. Juni: Heinz Kindermann, deutscher Europaabgeordneter
- 20. Juni: Brian Wilson, US-amerikanischer Musiker (The Beach Boys)
- 21. Juni: Helmut Linssen, deutscher Politiker
- 22. Juni: Erhart Körting, deutscher Politiker
- 22. Juni: Laila Freivalds, schwedische Politikerin
- 23. Juni: Hannes Wader, Liedermacher, Sänger und Gitarrist
- 24. Juni: Eduardo Frei Ruiz-Tagle, chilenischer Politiker
- 24. Juni: Gerhard Roth (Autor), österreichischer Schriftsteller
- 25. Juni: Volker David Kirchner, deutscher Komponist
- 25. Juni: Ivan Binar, tschechischer Schriftsteller und Übersetzer
- 25. Juni: Willis Reed, US-amerikanischer Basketballspieler
- 27. Juni: Waltraud Schoppe, deutsche Politikerin
- 28. Juni: Rupert Sheldrake, britischer Autor und Biologe
- 28. Juni: Hans-Joachim Walde, deutscher Leichtathlet
- 28. Juni: Chris Hani, südafrikanischer Politiker († 1993)
- 29. Juni: Gilberto Gil, brasilianischer Musiker und Politiker
- 30. Juni: Friedrich von Thun, österreichischer Schauspieler
- 30. Juni: Robert Ballard, US-amerikanischer Schriftsteller und Tiefsee-Wissenschaftler
2. Halbjahr
- 1. Juli: Geneviève Bujold, frankokanadische Filmschauspielerin
- 2. Juli: Gert Neumann, deutscher Schriftsteller
- 2. Juli: Vicente Fox, Präsident von Mexiko
- 3. Juli: Uwe Nickel (Maler), Grafiker und Maler
- 5. Juli: Hennes Löhr, ehemaliger deutscher Fußballspieler und Trainer
- 5. Juli: Matthias Bamert, Schweizer Komponist und Dirigent
- 7. Juli: Rosel Zech, Theaterschauspielerin
- 10. Juli: Mirjana Marković, Ehefrau des jugoslawischen und serbischen Präsidenten Slobodan Miloševic'
- 10. Juli: Hermann Burger, Schweizer Schriftsteller († 1989)
- 11. Juli: Andrae Crouch, Gospelsänger und Komponist
- 11. Juli: Tomasz Stańko, polnischer Jazztrompeter
- 12. Juli: Lothar Ledderose, deutscher Kunsthistoriker
- 13. Juli: Rudolf Albrecht, Vertreter der kirchlichen Friedensbewegung in der DDR
- 13. Juli: Roger McGuinn, US-amerikanischer Musiker
- 13. Juli: Harrison Ford, US-amerikanischer Schauspieler
- 14. Juli: Javier Solana, spanischer Politiker und Außenminister der EU
- 16. Juli: Margaret Smith Court, australische Tennisspielerin
- 16. Juli: Desmond Dekker, jamaikanischer Reggae-Sänger
- 17. Juli: Connie Hawkins, US-amerikanischer Basketballspieler
- 18. Juli: Giacinto Facchetti, ehemaliger italienischer Fußballspieler
- 18. Juli: Adolf Ogi, Schweizer Politiker
- 21. Juli: Alfred Gomolka, deutscher Politiker und Mitglied des Europäischen Parlaments
- 21. Juli: Klaus-Rüdiger Landowsky, Politiker
- 22. Juli: Bernd Schröder, deutscher Fußballtrainer
- 22. Juli: Peter Habeler, Extrembergsteiger, Abenteurer
- 23. Juli: Edda Müller, deutsche Politikerin
- 23. Juli: Myra Hindley, englische Serienmörderin († 2002)
- 26. Juli: Hannelore Elsner, deutsche Schauspielerin
- 26. Juli: Barry Graves, Journalist, Autor und Radiomoderator († 1994)
- 26. Juli: Vladimír Mečiar, slowakischer Politiker
- 29. Juli: Sten Nadolny, ein deutscher Schriftsteller
- 30. Juli: Harald Bretschneider, deutscher evangelischer Pfarrer
- 30. Juli: Sergio Ferrero, Politikwissenschaft
- 31. Juli: Hartmut Mehdorn, Maschinenbauingenieur und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG
- 1. August: Adriano Sofri, italienischer Journalist
- 1. August: Jerry Garcia, Musiker und Bandleader der Grateful Dead († 1995)
- 1. August: Claes-Håkan Ahnsjö, schwedischer Tenor
- 2. August: Chester Leo Helms, Mitgründer der Gruppe Big Brother & the Holding Company († 2005)
- 2. August: Leo Beenhakker, niederländischer Fußballtrainer
- 3. August: Friedel Grützmacher, deutsche Politikerin
- 4. August: David Lange, Premierminister von Neuseeland 1984–1989 († 2005)
- 4. August: Walter Stürm, Schweizer Ausbrecherkönig in den 1970er bis 1990er Jahren († 1999)
- 4. August: Don S. Davis, US-amerikanischer Schauspieler
- 4. August: Gunter Thielen, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann AG
- 5. August: Sergio Ramírez, nicaraguanischer Schriftsteller und Politiker
- 6. August: Evelyn Hamann, deutsche Schauspielerin
- 7. August: Caetano Veloso, brasilianischer Sänger, Komponist und Liedermacher
- 7. August: Sigfried Held, deutscher Fußballspieler
- 9. August: Jack DeJohnette, US-amerikanischer Jazz-Schlagzeuger und Pianist
- 12. August: Wolfgang Huber, Ratsvorsitzender der evangelischen Kirche
- 13. August: Sheila Armstrong, englische Sopranistin
- 13. August: Son Seals, US-amerikanischer Blues-Musiker († 2004)
- 15. August: Pete York, britischer Rockmusiker, Schlagzeuger
- 15. August: Friede Springer, deutsche Verlegerin
- 15. August: Gerhard Roth (Biologe), Professor für Verhaltensphysiologie
- 16. August: Reinhard Klimmt, deutscher Politiker
- 16. August: Lesley Turner, ehemalige australische Tennisspielerin
- 20. August: Hannelore Hoger, deutsche Schauspielerin
- 20. August: Bernd Kannenberg, deutscher Leichtathlet
- 20. August: Isaac Hayes, US-amerikanischer Soulmusiker und Komponist
- 21. August: Herbert Bönnen, deutscher Fußballspieler
- 21. August: Tommy Kent, deutscher Schlagersänger, Schauspieler, Maler und Architekt
- 21. August: Ernst Welteke, deutscher SPD-Politiker und Volkswirt; ehemal. Bundesbankpräsident
- 21. August: Volker Danner, ehemaliger Fußballspieler († 2005)
- 22. August: Harald Norpoth, ehemaliger deutscher Leichtathlet
TerminusDas Wort Terminus (von lat.: terminus = Grenze, Grenzstein, Bezeichnung) steht für
- die sprachliche Benennung eines gedanklich klar umrissenen, abgegrenzten Begriffs - siehe z.B. auch terminus medius (Mittelbegriff), terminus major (Oberbegriff), terminus minor (Unterbegriff) des Syllogismus
- ein Fachwort einer Fachsprache
- u.A. in der Biochemie der Proteine das Ende einer Proteinkette: N- bzw. C-Terminus
- in der römischen Mythologie den Gott und die Personifikation der Grenzsteine - siehe Terminus (Mythologie)
- als geplante Endstation der Western & Atlantic Railroad den ursprünglichen Namen von Atlanta in Georgia
- im Foundation-Zyklus des Autors Isaac Asimov den Sitz der "First Foundation".
- Titel einer Kurzgeschichte des Autors Stanisław Lem - siehe Terminus (Roman)
- Ende (der Zahlungsfrist) = Termin
Siehe auch
Termin, Terminologie, Terminal, Terminator
Encyclopædia BritannicaDie Encyclopædia Britannica ist eine bedeutende englischsprachige Enzyklopädie; sie beansprucht für sich – ähnlich dem deutschen Brockhaus – das menschliche Wissen in möglichst großer Vollständigkeit (The Sum of Human Knowledge) und Tiefe bereitzustellen.
Übersicht
Brockhaus
Die Encyclopædia Britannica ist ein Produkt der schottischen Aufklärung; sie wurde ab 1768 von Adam und Charles Black in Edinburgh, Schottland verlegt. Im Vergleich zur französischen Encyclopédie war die Britannica jedoch eine extrem konservative Publikation. Spätere Editionen wurden gewöhnlich dem regierenden Monarchen gewidmet. Um 1870 zog der Verlag für die 9. und 10. Auflage von Schottland nach London um und wurde mit der Zeitung The Times verbunden.
Mit der Universität Cambridge arbeitete der Verlag für die 11. Auflage zusammen. Nach der 11. Auflage stand erneut ein Umzug an, da die Markenrechte und die Veröffentlichungsrechte an Sears Roebuck verkauft worden waren.
Neuer Firmensitz wurde Chicago, USA. Der gegenwärtige Verlag, der auch die Markenrechte für den Begriff "Britannica" erworben hat, ist die Encyclopædia Britannica Inc. (Encyclopædia wird korrekt mit der Ligatur æ geschrieben).
Im Jahre 2004 enthielt die Encyclopædia Britannica 75.000 Artikel mit 44 Millionen Wörtern. Sie kann in Papierform erworben werden (32 Bände, Listenpreis $1400), online subskribiert werden (knappe Erläuterungen sind kostenlos) oder als CD-ROM bzw. DVD offline gelesen werden.
Die Artikel der Britannica gelten im allgemeinen als genau durchdacht, zuverlässig und gut geschrieben.
Editionsgeschichte
offline
Seit der 15. Auflage wird die gedruckte Version in drei Teilen präsentiert, die jeweils eine unterschiedliche Funktion haben. Die so genannte Micropædia mit eher knappen Artikeln dient der schnellen Suche. Wem das nicht reicht, der kann in der Macropædia sehr ausführliche, in die Tiefe gehend | | |